Wohnung selber planen & einrichten mit 3D/2D CAD Software

Wer sich den Traum einer eigenen Wohnung erfüllt, macht sich nicht nur ein großes Stück unabhängiger – bevor man in den Genuss von mehr Lebensqualität kommt, stellt man sich einer großen Herausforderung: Ein solches Mammutprojekt will gut geplant sein. Nur so vermeidet man, noch lange auf einer Baustelle wohnen zu müssen. Doch da man als Eigentümer weit mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat als ein Mieter, besteht auch die Chance, die neue Wohnung genaustens nach seinen persönlichen Vorstellungen und individuellen Bedürfnissen aufzubauen. Mit der richtigen Organisation geht dann auf dem Weg bis zum Einzug nichts schief.

Welchen Spielraum haben Eigentümer bei der Gestaltung ihrer Wohnung?

Den Eigentümern einer Immobilie steht es frei, sogenannte bauliche Veränderungen in ihrer Wohnung vorzunehmen, also die Bausubstanz maßgeblich zu beeinflussen. Das beinhaltet nicht nur einen neuen Bodenbelag oder eine frische Wandfarbe, sondern vielmehr das Herausnehmen oder Versetzen ganzer Wände. Wenn es die Statik erlaubt, bietet sich also die Chance, starke Veränderungen am Grundriss der Wohnung vorzunehmen. Auf diese Weise kann man den optimalen Schnitt für die eigenen Wohnbedürfnisse planen und umsetzen.

Um sich alle Möglichkeiten bei der Veränderung des Grundrisses besser zu verbildlichen, können Wohnungsbesitzer eine spezielle Planungssoftware nutzen. Damit ist es ganz einfach, seine Wünsche zu visualisieren: Etwa bei dem Verschieben von Wänden oder dem Einsetzen größerer Fenster hilft ein solches Tool ungemein, um sämtliche Potentiale seiner Wohnung zu erkennen und später voll auszuschöpfen.

Welche Grenzen sind bei baulichen Veränderungen einzuhalten?

Der Gestaltungsspielraum für die eigene Wohnung ist erst einmal riesig; wenige Einschränkungen gilt es aber in bestimmten Fällen zu beachten. So muss man sich zum Beispiel als Mitglied einer Eigentümergesellschaft manchmal an gewisse Vorgaben halten. Diese beziehen sich beispielsweise auf die Statik des Gebäudes oder beinhalten gewisse Schallschutzmaßnahmen, damit andere Hausbewohner nur in einem vertretbaren Ausmaß von dem Umbaulärm gestört werden.

Weitere Richtlinien können etwa die Einflussnahme auf die Außenanlage reglementieren, um ein einheitliches Erscheinungsbild der Wohnanlage aufrecht zu erhalten. Um keine bösen Überraschungen in puncto Limitierung der baulichen Veränderungen hinnehmen zu müssen, empfiehlt sich eine genaue Prüfung des Kaufvertrages und der Satzung der Eigentümergemeinschaft.

Wenn aber umfassenden baulichen Anpassungen, wie etwa einer Veränderung des Grundrisses, nichts im Wege steht, ist es an Ihnen, die Umbauarbeiten möglichst effizient zu organisieren. Vermeiden Sie lang anhaltenden Baulärm so gut wie möglich, um die Nachbarschaft nicht zu verärgern.

Wie findet man die perfekte Raumaufteilung?

Wenn Ihnen die bisherige Aufteilung der Wohnung nicht zusagt und nichts gegen einen Umbau spricht, steht Ihnen als Eigentümer natürlich frei, den Grundriss gemäß Ihren Wünschen zu verändern. Nutzen Sie den möglichen Spielraum abseits der tragenden Elemente, um Ihre Vorstellungen einer idealen Raumaufteilung Realität werden zu lassen.

Achten Sie dabei darauf, dass jeder Raum der Wohnung eine bestimmte Funktion erfüllt. Um sich rundum wohl zu fühlen, kommt den Lichtverhältnissen der Räume eine besondere Bedeutung zu. Auch hier kann eine Planungssoftware vor groben Fehlern bewahren: So stellen zum Beispiel Sie sicher, dass das Wohnzimmer hell und freundlich ausfällt. In der Abstellkammer kann im Gegensatz dazu getrost auf Tageslicht verzichtet werden.

Implementieren Sie den geplanten Grundriss Ihrer Wohnung in die Software und schauen Sie sich die Simulation der Lichtverhältnisse genau an. Beobachten Sie auch, wie das Licht auf Veränderungen bei der Raumaufteilung reagiert, um schließlich den gewünschten Effekt zu erreichen. Oftmals kommt es in dieser Planungsphase auf Nuancen an: So lassen sich die Lichtverhältnisse in einem Raum schon stark beeinflussen, wenn nur eines der Fenster vergrößert wird. So empfiehlt es sich, kreativ zu sein und die virtuellen Anpassungen aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch zu überprüfen. Auf diese Weise können Sie verschiedene Ideen gegeneinander abwiegen und sich später die Umsetzung erleichtern.

Was es bei der Aufteilung der Räumlichkeiten noch zu beachten gilt

Bei der Planung seiner Wohnung hat jeder Eigentümer bestimmte Vorstellungen im Kopf, wenn es um sein neues Zuhause geht. Was aber, wenn diese sich nicht wie gewünscht umsetzen lassen? Eine besondere Herausforderung ist es, die vorhandene Anzahl der Quadratmeter realistisch einzuschätzen und mit Leben zu füllen. Auf dem Papier ist die Größe der Räume vielen Menschen schlichtweg zu abstrakt.

Das birgt das Risiko, dass sich die Wohnungsaufteilung während der Einrichtungsphase als problematisch herausstellt – also in Realität zu eng und unkomfortabel ist. Um falschen Verhältnismäßigkeiten vorzubeugen, bietet eine CAD-Software nun ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Wohnung mit allerhand Elementen virtuell einzurichten. So lässt sich zum Beispiel veranschaulichen, ob die Möbel im Büro wirklich so viel Platz brauchen wie gedacht oder ob man den Kindern in ihren Zimmern noch mehr Platz zum Spielen zugesteht.

Da die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Raumaufteilung vor dem Einzug am größten sind, sollten Sie Ihre Chance in dieser Phase des Projekts nutzen. Ziehen Sie das Versetzen von Wänden in Betracht, um Ihren Wohntraum wahr werden zu lassen. Scheuen Sie dabei nicht den Blick in die Zukunft, denn ihre Lebensumstände und Bedürfnisse können sich über die Jahre verändern. Dann sollte das Raumkonzept, etwa bei der Funktion der Zimmer, auch Anpassungen zulassen.

Wie geht es weiter, wenn die Raumaufteilung steht?

Nachdem die Aufteilung der Wohnung konzeptioniert wurde, lässt sich der vorläufige Grundriss dafür nutzen, um den Räumen Charakter zu verleihen. Füllen Sie die Räume mit Leben, indem Sie mit verschiedenen Böden, Texturen oder Wandfarben experimentieren. Auch hier ist Ihnen die Softwarelösung eine wertvolle Hilfe, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie die favorisierten Baumaterialien wirken. Weiterhin können Sie sich vor möglichen Fehlentscheidungen bewahren. Sie bekommen einen guten Eindruck von der Atmosphäre Ihrer Räume, indem Sie die Größe und den Lichteinfall erst einmal virtuell begutachten.

Hierbei können Sie mithilfe eines 3D-Rundgangs sogar verschiedene Perspektiven einnehmen. Das erleichtert schließlich den Entscheidungsprozess für bestimmte Materialien und Farben. Im nächsten Schritt lassen sich darüber hinaus die bevorstehenden Umbau- und Renovierungskosten wesentlich besser abschätzen. So haben Sie Ihr Budget gut im Blick und besorgen nur das, was auch wirklich benötigt wird. Arbeiten Sie wirtschaftlich und verzichten Sie weitestgehend auf überschüssiges Material.

Mit Struktur und guter Planung renovieren und umziehen

Nutzen Sie die Planungssoftware auch in der letzten Phase Ihres Projekts, um sich den Ablauf zu erleichtern. So lässt sich der Wohnungsgrundriss beispielsweise ausdrucken und an alle beteiligten Handwerker verteilen. Dadurch kommt es bei der Einweisung nicht zu Missverständnissen und alle Dienstleister und Helfer wissen genau, was wo zu tun ist.

Auf diese Weise schaffen Sie eine klare Aufgabenverteilung bei der Renovierung und stellen sicher, dass alle Werkzeuge und Arbeitsmaterialien den Weg in den Raum finden, in dem sie benötigt werden und zum Einsatz kommen. Durch die Visualisierung verschiedener Perspektiven der einzelnen Zimmer kann parallel mit den verschiedenen Arbeiten begonnen werden, ohne dass der Eigentümer alle Vorgänge einzeln instruieren und überwachen muss. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die benötigten Ressourcen, sondern auch auf das Zeitmanagement aus.

Ähnlich kann man schließlich am Umzugstag verfahren, um die Verteilung der Möbel und der Kisten in gelenkte Bahnen zu bringen. Benennen Sie die Räume in Ihrem Plan und ordnen Sie Ihre Einrichtungsgegenstände leicht nachvollziehbar zu. Machen Sie deutlich, wo welche Möbelstücke hingehören und aufgebaut werden sollen. Das wissen Ihre Umzugshelfer mit Sicherheit auch sehr zu schätzen. Weiterhin lassen sich durch dieses Vorgehen unnötige Wege vermeiden und vielleicht sogar die ein oder andere Fahrt mit dem Umzugswagen sparen.

Ist der Umzug am Ende des Tages geschafft, profitieren die Eigentümer davon, dass sich auch alle Kartons im richtigen Raum befinden. Auch kann man auf lästiges Möbelschieben verzichten. Dadurch geht das Einrichten und Einräumen wesentlich leichter von der Hand und man spart sich unnötiges Suchen bestimmter Gegenstände. Das reduziert Arbeitsaufwand und Stress.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass sich mit einer CAD-Software die verschiedenen Phasen im Projekt neue Eigentumswohnung wesentlich einfacher planen und umsetzen lassen. Sie verschaffen sich von der Findung der idealen Raumaufteilung über die baulichen Veränderungen und Renovierungsarbeiten bis hin zum Umzug und der Einrichtung enorme Vorteile. Bewahren Sie sich vor Fehlentscheidungen, zu hohen Kosten und unnötigem Stress beim Einzug. So können Sie Ihr neues Zuhause nach dem Einzug in vollen Zügen genießen.

2020-07-10T12:17:04+02:00