Hausbau selber planen – was beachten? Anleitung & Tipps

Sich ein eigenes Haus anzuschaffen oder gar selbst zu bauen, ist ein großer Schritt. Und wenn Sie jetzt hier auf dieser Seite gelandet sind, dann haben Sie sich das mit dem Traum vom Eigenheim sicherlich sehr gut überlegt. Aber um ein Haus planen zu können, bedarf es vieler Fragen, die vorab geklärt werden müssen.

Die Finanzierung

Um sich Ihr Traum vom Eigenheim erfüllen zu können, müssen Sie zunächst eine Bank finden, die Ihnen finanziell unter die Arme greift. Sprechen Sie mit dem Finanzinstitut Ihres Vertrauens und lassen Sie sich einen Zahlungsplan aufstellen, der Ihren Vorstellungen entspricht. Hier kommt es stets auf die zu zahlende Rate an und letztlich auf die Laufzeit. Überlegen Sie sich im Vorfeld gut, wie lange Sie Ihr Haus monatlich Geld abdrücken wollen.

Die Lage

Wenn Sie sich für einen Hausbau entschieden haben, dann müssen Sie sich ganz sicher sein, wo die neuen eigenen vier Wände stehen sollen. Wollen Sie eher ländlich wohnen oder lieber in der Stadt? Und können Sie sich vorstellen, dass Sie dort bestenfalls für immer wohnen.

Der Kauf

Die Finanzierung und die Lage steht – jetzt können Sie das Grundstück kaufen. Bei der Abwicklung des Kaufs ist Ihnen Ihre Bank behilflich. Bis das zu zahlende Darlehen beglichen ist, ist die Bank im Grundbuch eingetragen. Darum kümmert sich aber Ihr Kreditinstitut – auch darum, dass Sie bei vollständiger Bezahlung als Eigentümer im Grundbuch stehen.
Ein Kauf wird immer auch notariell beglaubigt. Denken Sie beim Kauf des Grundstücks oder eines Hauses stets daran, dass sie bei der Kreditaufnahme ein wenig mehr „Taschengeld“ beantragen. Schließlich möchte Notar, Finanzamt und Gemeinde bzw. Stadt auch Geld haben.

Die Planung des Hauses

Die wichtigsten Schritte sind geschafft. Jetzt kommt es zum schönen Teil: Die Planung des Hauses. Entscheiden Sie sich zusammen mit Ihrer Familie, welchen Haustyp zu bauen wollen. Soll es eher ein Bungalow sein, ein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus, eine Villa oder doch ein Fachwerkhaus? Wenn die Wahl getroffen ist, werden die Planungen konkret. Überlegen Sie, wen und was Sie alles brauchen, damit Ihr Haus gebaut werden kann. Klar, Sie können schon mal grob aufzeichnen wie Sie sich Ihr Eigenheim vorstellen oder Ihre Planungen mit einem speziellen Programm festhalten, aber bei solch einem großen Projekt sollten Sie sich gewiss einen Fachmann zur Hand nehmen. Lassen Sie Ihre Vorstellungen, Gedanken und Wünsche zusammen mit einem Architekten zu Papier bringen. Legen Sie fest, wie viele Etagen das Haus haben soll. Wo soll sich die Küche befinden? Stellen Sie sich die Frage, ob Sie Kinderzimmer brauchen? Überlegen und entscheiden Sie mit Bedacht!

Angebote einholen

Ist die Planung abgeschlossen, dann erstellen Sie sich eine Übersicht mit den benötigten Handwerkern. Es empfiehlt sich hier Angebote zu vergleichen und nicht gleich den nächst besten Maurer zu beschäftigen. Hören Sie auch auf die Kritiken aus Ihrem Umfeld. Denn oftmals gibt es schwarze Schafe im Handwerk, die Ihrem Vorhaben am Ende eher im Weg stehen statt Sie weiterzubringen.

Das Haus wird gebaut

Wenn das Mauerwerk erstmal steht und das Haus ein Dach über dem „Kopf“ hat, dann geht es zum Innenausbau. Vielleicht prüfen Sie, ob und welche handwerklichen Fähigkeiten Sie selbst haben und was für Know-How aus dem Familien- und Freundeskreis mitgebracht wird. Denn wenn Sie viel selbst erledigen, dann wird es am Ende günstiger für Sie. Vorsicht ist allerdings bei der Wasser- und Strominstallation geboten. Denn wenn hier etwas schief geht, dann können Sie im Falle eines Versicherungsschadens leer ausgehen. Wenn ein erfahrener Handwerker die Wasserrohre installiert und dann ein Wasserschaden entsteht, kommt die Versicherung in diesem Fall für die Kosten auf – ansonsten könnte es echt teuer werden für Sie.

Farbe ins Leben bringen

Ist der Innenausbau erst einmal geschafft, dann können die Wände gestaltet werden. Während Sie sich in Bad und Küche eventuell eher für Fliesen entscheiden werden, stehen Sie in den übrigen Zimmern vor der Wahl zwischen Putz und Wände streichen oder aber tapezieren. Das liegt ganz an Ihnen, was Sie lieber mögen. Wenn Sie kleine Kinder im Haus haben sollten, ist allerdings Putz zu empfehlen, da Sie hier immer wieder drüber streichen können, falls mal ein Unglück passiert.

Bei der Wahl des Fußbodens sollte man eher auf Qualität achten. Schließlich bleiben Sie Ihr Leben lang in diesem Haus wohnen. Wenn Sie einen Parkettboden oder Dielen haben möchten, dann entscheiden Sie sich hierfür – auch wenn es auf den ersten Blick etwas teuer ist als Laminat oder PVC-Boden. Und dann geht es an die Innenausstattung! Aber das bleibt Ihnen selbst überlassen.

2019-10-10T15:29:02+02:00