Wenn Sie einen Anbau planen und durchführen möchten, sollten Sie zu ArCADia BIM 3D Architekt greifen. Mit dieser Software gelingt es Ihnen, auch ohne Vorwissen einen vollständigen 2D-Grundriss zu erstellen, gemäß der deutschen Baustandards. Zusätzlich erschaffen Sie mithilfe der Software ein begehbares 3D-Modell Ihrer Gesamtimmobilie, mit Nebengebäuden, Anbauten, Terrasse und Garten.

Es gibt viele Gründe, weshalb der Platz in Ihrer Immobilie nicht mehr ausreichend ist: Möglicherweise erwarten Sie Nachwuchs, für den Sie ein Babyzimmer einrichten möchten. Eventuell benötigen Sie mehr Stauraum für die Dinge, von denen Sie sich nicht trennen können. Vielleicht möchten Sie sich endlich ein Arbeitszimmer einrichten oder vielleicht benötigen Sie einfach mehr Platz, um sich entfalten zu können. Deswegen müssen Sie sich aber nicht gleich nach einem anderen Haus umsehen. Ein Anbau ist eine sinnvolle Alternative zu einem Umzug.

Es gibt viele Varianten eines Anbaus. Seine Form und Größe richtet sich nach seinem Zweck und Ihren Wünschen. Damit Sie Ihren Anbau so gestalten können, wie Sie es sich vorstellen, ist eine eigenständige Planung sinnvoll. Dabei ist einiges zu beachten. Auf welchen grundlegenden Überlegungen der Anbau letztendlich durchgeführt werden kann, erfahren Sie hier.

Die Basis

Anbauten unterliegen, wie alle anderen Bauten auch, genau festgelegten Baustandards. Um beginnen zu können, müssen bestimmte Vorplanungen durchgeführt werden, unabhängig davon, wie aufwändig und in welcher Größenordnung Ihr Anbau werden soll. Die Theorie ist eine Sache. In der Praxis sieht es oft so aus, dass ein Anbau die ursprüngliche Gebäudestruktur mehr verändert als zunächst angenommen wird.

Es geht darum, einen Anbau so genau und detailliert wie möglich zu planen. Darum ist es notwendig, den Grundrissplan des vom Anbau betroffenen Gebäudes oder Grundstückes vorliegen zu haben. Er ist die Grundlage für die Planungen des Umbaus. Auf ihm basiert die komplette Vorplanung.

Auf Grundlage des Grundrisses lassen sich verschiedene Konzeptionen ausprobieren und unterschiedliche Varianten des Anbaus nicht nur skizzieren, sondern auch visualisieren. Falls Sie keinen Grundrissplan des ursprünglichen Gebäudes vorliegen haben, sollten Sie unbedingt eine Grundrisszeichnung anlegen. Das können Sie per Hand machen oder sehr viel präziser und komfortabler am PC mit einem CAD-Programm. Basierend auf diesem Grundriss können Sie dann alle für den Anbau notwendigen Entscheidungen treffen.

Zunächst sind drei grundsätzliche Fragen zu klären:

  • die nach dem Platz für den Anbau,
  • die nach seiner Ausrichtung
  • und die nach seiner Größe

Wo genau soll der Anbau stehen? Anhand des Grundrissplans kann der richtige Platz auf dem Grundstück schnell gefunden werden. Ebenso schnell kann geklärt werden, wie der Anbau ausgerichtet sein soll. Soll seine Ausrichtung eventuelle seitlich zum Hauptgebäude oder doch eher dem Garten zugewandt sein? Soll das Haus vielleicht besser aufgestockt werden und der Anbau wird zu einer neuen Etage? Möglich ist auch ein Umbau in die Tiefe für einen Kellerraum oder eine Garage. Anhand des Grundrissplans kann auch geklärt werden, welche Größe der Anbau haben soll und ob seine gewünschte Grundfläche umsetzbar ist.

Die Planung

Wenn die wichtige Vorplanung abgeschlossen ist, können für den Anbau nun weitere Planungsschritte folgen. Es sind vier Punkte, die abgearbeitet werden müssen:

  • Punkt 1: Zunächst muss die Baugenehmigung geprüft werden. In Deutschland gibt es eine Baugenehmigungspflicht. Für ein Bauvorhaben müssen die rechtlichen Bauvorschriften eingehalten werden. Das wird vom Amt überprüft. Allerdings besteht nicht für jeden An- oder Umbau eine Baugenehmigungspflicht. Es kommt auf die Größe des Bauvorhabens an, aber auch auf das jeweilige Bundesland und auf die Gemeinde, zu der die umzubauende Immobilie gehört. Fall eine Genehmigung notwendig ist, sollte sie vor Baubeginn eingeholt werden. Denn wenn es für die Realisierung des Bauvorhabens rechtliche Probleme geben sollte, müssen diese gelöst werden, bevor Sie weitere Zeit in ein möglicherweise nicht zu verwirklichendes Projekt stecken. Es gibt die Möglichkeit eine Bauvoranfrage an die zuständige Bauaufsichtsbehörde oder an die Gemeinde zu stellen. Sie reichen alle Dokumente Ihrer bisherigen Anbau-Planung zusammen mit der Voranfrage bei der Behörde ein. Bekommen Sie einen negativen Bescheid, können Sie Ihr Bauvorhaben entweder entsprechend der Einwände ändern und eine erneute, dann modifizierte Bauvoranfrage einreichen oder aber Sie brechen Ihr Bauvorhaben ganz und gar ab. Fällt die Prüfung positiv aus, können Sie mit Ihrer Planung fortfahren.
  • Punkt 2: Die Außen- und Innenarchitektur muss geplant werden. Ein Anbau verändert normalerweise die äußere Form eines Gebäudes. Dies hat automatisch auch eine neue Innenstrukturierung zur Folge. Sie müssen überlegen, welche Baustoffe Sie für Ihren Anbau verwenden möchten. Soll er dem Baustoff des Hauptgebäudes entsprechen oder eventuell ganz anders sein? Vielleicht soll er aus Glas sein, weil es sich bei dem Anbau um einen Wintergarten handelt? Was den Innenbereich angeht, sollten Sie sich überlegen, welche Räume von den Baumaßnahmen betroffen sein werden. Eventuell müssen Sie diesen Räumen neue Funktionen zuweisen. Aus einem Schlafzimmer wird dann vielleicht ein Wohnzimmer mit Zugang zum Wintergarten. Alle Folgen einer größeren baulichen Veränderung müssen betrachtet werden.
  • Punkt 3: Es sind wichtige Entscheidungen in Bezug auf die Türen und Wände des Anbaus zu treffen. Je nach Art des Anbaus entstehen ein oder mehrere neue Räume, die Außenwände und Trennwände brauchen. Die gewünschte Raumaufteilung muss genau geplant werden. Kann ein Teil der ursprünglichen Außenwand eventuell stehen bleiben und als neue Trennwand genutzt werden? Möchten Sie einen schon vorhandenen Raum einfach nur vergrößern, dann muss die ehemalige Außenwand abgerissen werden. Falls dies der Fall sein sollte, wäre es gut den fachlichen Rat eines Statikers oder Architekten einzuholen. Es wäre fatal, würden Sie aus Unkenntnis eine tragende Wand entfernen. Die Stabilität des Hauptgebäudes darf auf keinen Fall gefährdet werden. Desweiteren ist zu überlegen, ob der Anbau einen eigenen Eingang benötigt oder ob der Zugang über das Hauptgebäude erfolgen soll. Falls Sie Trennwände einziehen möchten, müssen Türen eingeplant werden.
  • Punkt 4: Eventuell müssen Räume umfunktioniert werden. Durch den Anbau bekommen Sie mehr Platz. Entweder ein Raum vergrößert sich oder es einstehen ein oder mehrere neue Räume. Dies kann zur Folge haben, dass Sie vielleicht Ihr Wohnzimmer in den neuen Wintergarten verlegen möchten und dadurch der Raum des ehemaligen Wohnzimmers frei wird. Was möchten Sie mit diesem gewonnenen Raum tun? Soll er in ein Kinderzimmer oder eventuell in ein Arbeitszimmer umfunktioniert werden? Wenn Sie sich entschieden haben, wie Sie sich Ihr neuen Räumlichkeiten wünschen, kann die Vorplanung Ihres Bauvorhabens abgeschlossen werden.

Die Durchführung

Nach Abschluss der Vorplanung, die Sie als Bauherr selbst durchführen können, benötigen Sie für die Durchführung des Vorhabens einen qualifizierten Architekten und ein Bauunternehmen, die Ihre Vorgaben umsetzen. Allerdings sollten Sie sich zuvor einen Kostenvoranschlag vom Architekten einholen, denn ohne eine vorherige Kostenkalkulation sollten Sie keine Baumaßnahmen durchführen lassen. Wenn Sie möchten, kann der Architekt Ihren Bauantrag bei der Baubehörde oder der Gemeinde für Sie einreichen. Aber bedenken Sie, dass jeder Service, den Sie in Anspruch nehmen, auch bezahlt werden muss.

Falls die Kosten des geplanten Anbaus Ihre finanziellen Mittel übersteigen, können Sie die verschiedenen Planungsschritte nun noch einmal überdenken und Änderungen vornehmen, die kostengünstiger sind. Sind Sie allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass Ihr Budget ausreichend ist, steht dem Baubeginn für Ihren selbst geplanten Anbau nichts mehr im Wege.