Balkon mit CAD Software selber planen

Ein Balkon erhöht Komfort und Qualität in Objekten ungemein. Immerhin kann so von den eigenen vier Wänden aus die Sonne genossen werden. Doch nicht immer wurde der gewünschte Balkon in Bauvorhaben verwirklicht. So kann es sein, dass dem fertigen Bau ein paar Feinschliffe fehlen. In anderen Fällen wurde ein Haus erworben, welches eigentlich perfekt sein könnte – wenn nur ein Balkon da wäre! Wird außerdem renoviert und verändert sich somit die Raumaufteilung, bleibt oft Platz für eine neue Terrasse da. Die gute Nachricht ist, dass der Anbau eines Balkons auch im Nachhinein durchführbar ist. Dafür muss er erstmal geplant werden, wobei verschiedene CAD-Softwares zum Einsatz kommen. Hier können Bauherren auch als Laien selbst aktiv werden, denn solange alle baurechtlichen Voraussetzungen getroffen werden, steht dem Traum vom Balkon nichts im Wege.

So läuft die Vorbereitung ab

Planung ist der halbe Erfolg – doch im Bereich des Bauens muss selbst diese geplant werden. Denn soll ein Balkon an das Gebäude angebaut werden, müssen verschiedene Punkte beachtet werden. Diese sind konkrete drei Aspekte, welche genauestens durchdacht und abgecheckt werden müssen, damit dem erfolgreichen Bau nichts im Wege steht.

Die Baustatik

Ein Balkon wird in der Regel an dem bestehenden Gebäude angebaut. Es benötigt daher eine Menge an Planung und Berechnungen, damit das Ergebnis nicht nur hochwertig, sondern vor allem sicher ist. So verändern Anbauten die Statik am Gebäude, was mitunter zu lebensgefährlichen Einstürzen führen kann. Dafür gibt es jedoch unterschiedlichste Variationen an Balkonen, welche verwirklicht werden können. Sollte eine Version daher nicht möglich sein, müssen auch die anderen Optionen durchgespielt werden.

In diesem Sinne ist nicht jede Stelle an der Wand für den Anbau eines Balkons geeignet. Wird am falschen Punkt Gewicht abgeleitet, wird die Statik in Mitleidenschaft gezogen. Hierbei muss jedoch in jedem Fall die Arbeit vom Statiker und damit von einem Experten eingeholt werden. Dieser bestimmt infolgedessen, ob die gewünschten Maßnahmen durchführbar sind. Damit jedoch der Prozess erleichtert wird, können auch Bauherren sich schon im Vorhinein einige Gedanken machen und diese zusammenschreiben. Hier spielt die grobe Planung des Balkons eine Rolle. Denn dem Statiker werden die gewünschten Stellen sowie die Daten des Traumbalkons durchgegeben. Punkte, welche seitens diesem also vor dem Engagieren eines Statikers beachtet werden müssen sind:

  • der Ort für den Balkon
  • die Größe des Balkons
  • das Material
  • die Ausstattung (etwaige Anbauten oder Zubehör)
  • kalkulierbare Lasten

Um diese Antworten zu visualisieren, werden am besten CAD-Softwares verwendet, welche die Planung und Zeichnung auch für den Laien ermöglichen.

Baurechtliche Voraussetzungen überprüfen

Beim Bau und Anbau von Objekten müssen immer verschiedenen Voraussetzungen geklärt werden. Neben den statischen Gegebenheiten, bei welchen der Statiker die Beschaffenheit und die Umsetzungsmöglichkeiten anvisiert, geben auch Gemeinden sowie der Staat Bestimmungen durch. Immerhin müssen Baumaßnahmen erst von der Baubehörde genehmigt werden, weswegen im Vorhinein alle Voraussetzungen in Erfahrung gebracht werden müssen. Das könnte beispielsweise der Mindestabstand zu Nachbargrundstücken sein, welcher durch den Anbau eines Balkons natürlich vermindert wird. Doch genauso geben verschiedenen Gemeinden oft individuelle Vorgaben hinsichtlich der Optik von Neubauten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn in der Gemeinde verschiedene Gebäude oder Objekte mit historischem Hintergrund stehen. In diesem Sinne müssen auch alle Charakteristika rund um die Optik und die Beschaffenheit geplant und im Rahmen der baurechtlichen Voraussetzungen überprüft werden.

Zweck hinterfragen

Ein Balkon bietet grandiose Möglichkeiten, um mehr Lebensqualität und Komfort in den neuen Wohntraum zu bekommen. Dennoch sind mit der Umsetzung sowohl Kosten als auch Aufwand verbunden. Es sollte dementsprechend gut überlegt vorgegangen werden. Immerhin erwarten sich Bauherren einen bestimmten Zweck hinter dem neuen Anbau. Damit dieser beim Endergebnis auch tatsächlich erfüllt wird, müssen die verschiedenen Aspekte bereits im Vorhinein abgeklärt werden. Im Fokus stehen hier folgende Punkte:

  • Lichteinfall: Ein Balkon der in die dunkelste Ecke des Gartens reicht und quasi kein Sonnenlicht abbekommt, ist für die meisten Personen uninteressant. Immerhin soll der Anbau gerade in den warmen Jahreszeiten als Ort zum Entspannen oder auch als Balkonien herhalten. Es muss also im Vorhinein beachtet werden, ob der Lichteinfall an der gewünschten Stelle überhaupt vorteilhaft ist. Auch wenn am Balkon Pflanzen und Gemüse aufgezogen werden sollen, ist dieser Punkt zu beachten. Ist die Sonneneinstrahlung beispielsweise zu hoch oder auch gar nicht da, ist das Wachsen einiger Vegetationen unmöglich.
  • Privatsphäre: Das Besondere an einem Balkon ist in erster Linie, dass die Außenluft und Sonne im Rahmen der eigenen vier Wände genossen werden können. Dafür muss jedoch auch die Privatsphäre dementsprechend sein. Aus diesem Grund sollte bereits vor der Planung und Durchführung beachtet werden, ob diese gewahrt werden kann. Gleichzeitig geht es hier auch um das ruhige Zusammenleben zwischen den Nachbarn. In diesem Sinne sollten auch diese nicht gestört werden. Es ist also ratsam, etwaige Bauvorhaben im Bereich des Balkons mit den nächstliegenden Nachbarn abzusprechen.
  • Lautstärke: Ein Balkon soll zum Zurückziehen und Entspannen dienen. Das ist jedoch schwer möglich, wenn durchgängig Lautstärke von der Straße, einer Firma oder den Nachbarn dröhnt. Es muss also realistisch vorgegangen und bereits im Vorhinein nachgedacht werden, ob am neuen Balkon tatsächlich Ruhe gefunden werden kann.

Balkonträume nehmen Gestalt an: Ideen werden visualisiert

Die Planung und Visualisierung des neuen Balkons gehört zu den spannendsten Teilen beim Bauvorhaben. Dabei geht es jedoch nicht nur um die Gestaltung und die Optik. Darüber hinaus werden für die Genehmigung des Bauantrages verschiedene Dokumente benötigt. Zu diesen gehören ebenso Pläne und Zeichnungen des Balkons, welche bereits mit den zu verwirklichenden Vorhaben übereinstimmen. Während hier in der Regel ein Architekt beauftragt wird, können die ersten Grundrisse und Ideen auch in Eigenregie gezeichnet werden. Hier stehen verschiedene CAD-Softwares zur Verfügung, welche direkt für den Laien ausgerichtet wurden. Somit sind sie selbsterklärend und führen schrittweise an einen professionellen Plan heran. Gleichzeitig helfen diverse Softwares auch, um die verschiedenen Ideen zu visualisieren. Dadurch können unterschiedlichste Stilrichtungen durchprobiert und somit der optisch perfekte Balkon gefunden werden.

Je nach Umfang der Software werden verschiedene Tools zur Verfügung gestellt mit welchen die Charakteristika eingerichtet werden können. Hier geht es jedoch nicht nur um Stil und Optik. Gleichzeitig kann auch mit unterschiedlichen Materialien experimentiert werden, welche allesamt Vor- und Nachteile mitbringen. Auch das Budget ist von diesen abhängig. Zudem kann die Größe des Balkons variiert werden. Vielleicht ist der gewünschte breite Balkon doch zu stattlich für den bestehenden Bau. Genauso ist es möglich, dass durch die Visualisierung auffällt, wie viel mehr Fläche genutzt werden kann. So geht es hier nicht nur um den Zweck, den der Balkon später erfüllen soll, sondern zudem um die Optik des Gebäudes in Außenansicht. Es sind nur ein paar Quadratmeter, welche oft die ganze Ästhetik in Mitleidenschaft ziehen können. Hier werden oft die Kapazitäten überschätzt, während der Profi von Anfang an weiß, welche Maße und Beschaffenheiten für den individuellen Bau geeignet sind. Genau hierfür dient eben die CAD-Software mittels welcher unterschiedliche Größen und Maße, aber auch Materialien, Stile und Farben durchgespielt werden.

Fertigkonstrukte nutzen

Die Möglichkeiten rund um die Verwirklichung von Balkonträumen sind vielfältig. Auch grundsätzlich schlichte Programme für Amateure sind hier bei der Planung umfangreich. Dies kann oftmals herausfordernd für den Laien wirken. Aus diesem Grund bieten umfangreiche CAD-Softwares auch fertige Konstruktionen sowie Inventar für Balkone an. Dadurch müssen nicht erst alle Eigenschaften selbstständig eingerichtet werden. Stattdessen wird die Fertigkonstruktion einfach eingesetzt. Infolgedessen lassen sich dennoch Feinheiten rund um den Balkon am Bildschirm verändern. Es wird dem Bauherren jedoch die Arbeit in Bezug auf die Einrichtung der Grundeinstellung genommen. Denn oftmals sind gerade standardisierte Objekte auch der ideale Balkon für individuelle Bauvorhaben. Sprechen diese in Sachen Optik und Funktion an, wird somit eine Menge Aufwand gespart. Feinheiten werden dank umfangreicher CAD-Softwares einfach angepasst.

Den Bauantrag stellen

Bevor Baumaßnahmen durchgeführt werden können, muss in der Regel ein Bauantrag gestellt werden. Hier achtet die Baubehörde auf die Pläne und sicherheitstechnischen Beschaffenheiten des Balkons. Darüber hinaus werden zudem individuelle Vorschriften seitens der Gemeinde beachtet. Wird jedoch nur ein Balkon an ein bestehendes Objekt angebaut, sind die Dokumente, welche dem Antrag beigefügt werden müssen, nicht viele. Der Fokus fällt hier vielmehr auf die Zeit. Denn gerade der Sommer gehört zur Bausaison. Die Einwilligung für den Bauantrag kann aber mit unter bis zu drei Monate dauern. Es muss daher diese Wartezeit in Bezug auf den Zeitpunkt der Durchführung kalkuliert werden.

Während der Anbau eines Balkons nur eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, will dieser aber auch gerne gleich genutzt werden. So muss nicht erst auf das nächste Jahr gewartet werden, um vom erweiterten Wohnzimmer zu profitieren. Es kann sich rentieren, dass der Bauherr bereits im Winter den Antrag auf Baugenehmigung des Balkons stellt. So können die Arbeiten im Frühling durchgeführt und der Balkon im Sommer genutzt werden. Während es hier also tatsächlich ein „zu spät“ gibt, ist „zu früh“ unwahrscheinlich. Denn die Genehmigung orientiert sich nicht an einem gewissen Datum, sondern ist für geraume Zeit gültig. So bleibt genügend Zeit für die Planung, Visualisierung und Durchführung.

2020-07-09T15:03:55+02:00